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2. gehen Sie vom schlimmsten aus

Nach dem Hausarzt Besuch mit Ultraschall, machte ich mich einen Tag später auf den Weg zur Uniklinik, um in der dortigen Hautklinik mal die Fachleute draufschauen zu lassen. Ich vermutete noch immer, wie auch der Hautarzt einen Scheißendrüsenabzess. Nach ca. 2h warten, warf dann mal einer relativ junger Assistenzarzt einen Blick drauf und bat mich direkt zum Ultraschall.  Auf meine Frage, was er den meint was das sei, hatte er keine Antwort und verwies mich an die Oberärztin. Diese hat dann auch nochmal geschallt und gleich gesagt: “ hmm, das sieht nicht gut aus“ “ Wie alt sind sie ?“ Ich: “ 30″ Sie wieder: „Tja, gibt es Fällen von Krebs in ihrer Familie?“. Ich: „Nein, wieso ?“ Und dann der knallharte Satz von ihr:“ ich wünschte es käme von der Haut, aber das ist etwas anderes,gehen sie schonmal vom schlimmsten aus.“ „Sie gehen jetzt direkt in die Chirugie, damit die eine Gewebeprobe nehmen können und schauen können welche Organe alle schon betroffen sind.“ Danach verschwand die Oberärzting mit einem „Tschüß und alles Gute“ aus der Tür. Ich war wie versteinert und konnte mir dann noch eine Blutentnahme von einer sichtlich bestens gelaunten Krankenschwester über mich ergehen lassen. Komplett schockiert, bin ich erst mal ca. 20 Minuten draussen über das Gelände marschiert und habe eine Zigarette nach der anderen geraucht,bevor ich in die chirugische Ambulanz bin. Unterwegs malte ich mir schon die heftigsten UNtersuchungen und alles aus, aber die Ärztin in der Chirugie meinte nur“ tja wir können halt nicht reinschauen und deshalb nicht sagen was es ist“. Wir machen einen Op Termin für nächste Woche aus, dann wird es rausgeschnitten und vorher machen wir noch ein CT.  Meine Blutwerte waren eigentlich ganz gut, aber die Ärztin meinte, das wäre eher ein grund zu beunruhigung, ich solle mich aber nicht verrückt machen, die Hautärztin hätte sich nur etwas heftig ausgedrückt. Es könnte auch etwas ganz harmloses sein.

O.k. also wieder abgeregt, OP-Termin ausgemacht und wieder nach Hause, bzw. auf die Arbeit gefahren.

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  1. Mai 19, 2011 um 18:19

    Erst dachte ich, die haben dann tatsächlich „reingepiekt“ um zu gucken, was ist. Ich wäre dann auch immer für „ganz raus“ und dann gucken! Und wie mit einem umgegangen wird…naja..die sind halt betriebsblind, nur nicht persönlich nehmen!
    Als bei mir mit 17 Diabetes diagnostiziert wurde (ich wusste also von nix) musste ich den Laborschein selbst abholen und sollte ihn dann zum Doc bringen. Da hat mich die Labortante erstmal rund-gemacht, wie beschissen und verantwortungslos sie findet, dass die jungen Diabetiker mit so beschissenen Werten rumlaufen und sich nicht kümmern… Willkommen Welt!

    • realshape
      Mai 22, 2011 um 03:38

      tja, viele sehen die Patienten eher als Sache an, wie z.B. ein Auto das gerade zur Inspektion da ist und kümmern sich nicht weiter. Teilweise ist dasa ber echt erschreckend, wie man stellenweise so „abgestumpft“ sein kann

  1. Mai 22, 2011 um 11:05

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