3. OP

Einen Tag vor dem OP Termin musste ich nochmal ins Krankenhaus um die üblichen Formalitäten  wie Anmeldung, Blutentnahme, Narkosegespräch zu erledigen. Zudem wurden noch CT Aufnahmen vom Brust und Bauch Bereich durchgeführt. Dabei habe ich auch zum ersten Mal Kontrastmittel gespritzt bekommen. Wenn dieses in die Venen gespritzt wird, wird es direkt unglaublich warm von innen, so dass man für einen kurzen Moment meint, in die Hose gepinkelt zu haben. Danach konnte ich wieder nach hause gehen. Da es mir sehr wichtig war zu wissen ob man auf dem CT sieht ob schon irgendwelche Organe befallen sind, habe ich die Ärztin gebeten mich abends anzurufen und mir das Ergebnis der CT Aufnahmen mitzuteilen. Nachdem ich abends 3 mal im Krankenhaus angerufen haben, hat sie mich zurückgerufen und mir mitgeteilt das im Bauch- und Brustbereich nichts negatives zu sehen war. Dadurch war ich sehr erleichtert und konnte die für den nächsten Tag anstehende OP in Angriff nehmen.

Die eigentlich OP verlief problemlos und ohne weitere Vorkommnisse, allerdings wurde ich später auf der Station nicht wirklich mit Informationen überhäuft, was denn eigentlich entfernt wurde. Nach x-maligen Nachfragen, wurde mir dann berichtet, dass ein größerer Lymphknoten entfernt wurde, der jetzt zur Analyse an ein Labor geschickt wurde. Man sagte mir zwar, das ich mit dem Operateur sprechen könnte, damit ich seine Einschätzung hören könnte, aber dieser ist nie bei mir aufgetaucht. Donnerstags war die OP und Samstag früh wurde ich entlassen, nachdem eine Ärztin ins Zimmer kam und fragte ob ich nach hause möchte. Vor meiner Entlassung wurde mir noch die Drainage gezogen. Dafür muss ich mich zur Seite legen und genau in diesem Moment, wurde meinem Zimmernachbar ein Anlauf verpasst. Auf meine Frage, wie ich jetzt erfahre was mit dem Lymphknoten war, wurde mir gesagt, ich solle einfach auf der Station anrufen, dann bekomme ich das Ergebnis mitgeteilt.

Da ich eigentlich ein sehr positiv denkender Mensch bin, habe ich weiterhin nicht im entferntesten daran gedacht das es sich um Krebs handeln könnte und bin also gut gelaunt über die plötzliche Entlassung nach hause und drei Tage später, trotz Krankenschein wieder arbeiten gegangen.

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